Pärnu ist klein genug, dass du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in einem einzigen Spaziergang abhaken kannst — vom Strandpark bis zum letzten Stück Stadtmauer. Der Weg unten folgt der Route, die auch die selbstgeführte Stadtwanderung von CityWalkGems nimmt: eine Schleife durch die Altstadt und zurück Richtung Meer, ohne Umwege und ohne Bus.
Am Wasser anfangen
Der bequemste Startpunkt liegt im Grünen. Die Skulptuuride allee, die Skulpturenallee, zieht sich als Fußweg an der Strandseite entlang; die Arbeiten stehen direkt am Weg, du läufst zwischen ihnen hindurch statt an ihnen vorbei. Gleich daneben beginnt der Rannapark, der alte Kurpark zwischen Stadt und Strand. Alte Bäume, breite Wege, Bänke — der Teil von Pärnu, der erklärt, warum die Stadt seit Generationen als Sommer- und Kurort gilt.
Wer das Übliche schon kennt, biegt kurz zum Munamäe park ab. Der kleine Hügelpark steht in keinem Standardprogramm, liegt aber praktisch auf dem Weg und ist in zehn Minuten umrundet.

Die Altstadt: Turm, Rathaus, Museum
Richtung Zentrum wird es dichter. Der Punane torn, der Rote Turm, gilt als eines der ältesten erhaltenen Gebäude der Stadt und ist der sichtbarste Rest der mittelalterlichen Befestigung — ein gedrungener Rundbau mitten im heutigen Straßenbild. Ein paar Ecken weiter steht das Rathaus (Town Hall), und direkt in Laufweite das Pernau Museum, wenn du die Stadtgeschichte nicht nur von außen sehen willst.
Zwischen diesen Adressen liegt das Seegi Maja, ein niedriger alter Steinbau, an dem die meisten Besucher vorbeilaufen, weil er nicht wie eine Sehenswürdigkeit aussieht. Genau deshalb steht er in der Route: der Name verweist auf seine frühere Funktion als Siechen- und Armenhaus, und das Gebäude ist eines der ältesten Stücke Stadt, die noch stehen.

Denkmäler, die etwas erzählen
Drei Stopps lohnen sich vor allem wegen der Namen darauf. Das Lydia Koidula monument erinnert an die estnische Dichterin, die eng mit Pärnu verbunden ist. Das Monument zur Ausrufung der Unabhängigkeit der Republik Estland markiert den Ort, an dem die Unabhängigkeitserklärung erstmals öffentlich verlesen wurde — der wichtigste historische Punkt der Stadt und leicht zu übersehen. Und das Gustav Peter Fabergé monument verweist auf die Familie, deren Name später in St. Petersburg berühmt wurde.
Am Olev Siinmaa Memorial vorbei endet die Runde beim Pärnu Vallikäär, dem Grüngürtel entlang des alten Walls. Von dort ist es nicht weit zurück zum Strand.
Wie viel Zeit brauchst du?
Zu Fuß und ohne Pausen ist die Reihenfolge oben ein halber Tag. Mit Museum, Kaffee und einer Stunde im Rannapark wird ein ganzer daraus. Die Stopps liegen alle im Zentrum oder am Rand davon — Pärnu ist eine Stadt, in der du kein Verkehrsmittel brauchst, um die Sehenswürdigkeiten zu sehen.

