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Potsdam
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Kostenlose Sehenswürdigkeiten in Potsdam: Was kostet es wirklich, diese Stadt zu sehen?

Foto: Olivier Cleynen · CC BY 4.0

Potsdam gilt als Stadt der Schlösser, und Schlösser klingen teuer. Aber sehen wir uns an, was diese Route mit zwölf Stationen tatsächlich ansteuert: einen Obelisken auf einem Marktplatz, ein Stadttor, Weinbergterrassen, eine Mühle, eine Fontäne und ein chinesisches Teehaus. Das ist zum größten Teil Freiraum.

Was man von außen sieht

Sieben der zwölf Stationen liegen im Freien oder sind Denkmäler, die man von der Straße oder vom Weg aus betrachtet. Der Obelisk am Alten Markt gehört dazu: ägyptisch in der Form, von Friedrich dem Großen in Auftrag gegeben, mit Hieroglyphen, die in Wirklichkeit die Namen der königlichen Familie enthalten. Das Brandenburger Tor von Potsdam ist ein Zwillingsbruder seines berühmteren Namensvetters in Berlin und feiert den Sieg im Siebenjährigen Krieg — man achte auf den Unterschied zwischen Innen- und Außenseite, das ist die eigentliche Sehenswürdigkeit. Und die Große Fontäne steht mitten in den Terrassen, umringt von Figuren der Götter und mythologischer Wesen.

Was Eintritt kostet

Die anderen fünf Stationen sind Gebäude, und für deren Innenräume ist mit einem Ticket zu rechnen. Das gilt für die Bildergalerie von Sanssouci mit ihren barocken und Rokoko-Gemälden von Rubens, van Dyck und Caravaggio, für die Neuen Kammern — einst Orangerie, später Gästehaus voller Marmor und Vergoldung — und für das Naturkundemuseum Potsdam mit seinen Fossilien und der Artenvielfalt Brandenburgs. Preise nennen wir bewusst nicht; die prüft man vor Ort.

Zwei Dinge, die die Route selbst verrät

Erstens: Die Große Fontäne war Friedrichs Traum von einem spektakulären Wasserspiel, doch die Technik seiner eigenen Zeit leistete noch nicht, was er von ihr erwartete. Ein Detail, das man umsonst betrachten kann und das die meisten Besucher nicht kennen. Zweitens etwas, das man nur an den Entfernungen sieht: Die ersten vier Etappen sind zusammen ungefähr so lang wie die sieben Etappen danach zusammengenommen. Der kostenlose, grüne Teil Potsdams liegt also auffallend dicht beieinander — erst durchquert man die Stadt, dann wird es kompakt.

Und der Rundgang selbst?

Der ist kostenlos spielbar. Die Route öffnet sich direkt im Browser, ohne Download und ohne Konto. An jeder Station hört man die Geschichte und beantwortet eine Frage; eine richtige Antwort bringt Punkte und Abzeichen und schaltet den nächsten Ort frei. Zwölf Stationen, etwa 4,6 km, ungefähr anderthalb bis zweieinhalb Stunden, mit festem Startpunkt und fester Reihenfolge. Die gesamte Strecke lässt sich gehen, ohne ein einziges Mal hineinzugehen.

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