Tausende gefaltete Papierkraniche, in bunten Bündeln, hinterlassen von Kindern aus aller Welt. Für viele junge Besucher ist das das Bild, mit dem Hiroshima anfängt — und zugleich die Antwort darauf, wie man diese Stadt mit Kindern besucht.
Wo Kinder einen Zugang finden
Das Kinderfriedensdenkmal wurde für Sadako Sasaki errichtet, ein Mädchen, das in ihrem Krankenbett Papierkraniche faltete. Dieser Geschichte können Kinder folgen, und die Kraniche rings um das Denkmal machen sie sichtbar. Der Orizuru-Turm kommt hinzu: Von der Aussichtsplattform 'Hiroshima Hills' liegt die ganze Stadt unter dir, und an der Orizuru-Wand schweben gefaltete Kraniche in die Tiefe. Das Hiroshima Prefectural Art Museum ist ein klarer moderner Bau, in dem japanische, asiatische und westliche Kunst nebeneinanderhängen — ein kurzer Besuch wirkt hier meist besser als ein langer.
Ehrlich zu dem, was schwer ist
Die Atombombenkuppel ist eindrücklich und wirft Fragen auf; Kinder stellen sie meist auch. Bedenke, dass das Friedensgedenkmuseum die Folgen der Bombe sehr direkt zeigt, mit persönlichen Gegenständen und Zeugnissen von Überlebenden. Für jüngere Kinder ist das viel. Du kannst es auslassen oder nur mit älteren Kindern hineingehen — der Rundgang läuft weiter, und die Fragen unterwegs bleiben bei dem, was draußen zu sehen ist.
Ehrlich zur Entfernung
Die Route hat zwölf Stationen auf rund 5,1 Kilometern. Ab etwa acht Jahren gut machbar; mit ganz Kleinen wird es ein langer Tag. Das längste Stück zwischen zwei Stationen misst rund 850 Meter — dort lohnt sich eine Pause. Du gehst durch Parks und an den Flüssen entlang, überwiegend auf flachen, befestigten Wegen, ohne Steigung.
Praktisches
Rechne mit zwei bis zweieinhalb Stunden, mit kleinen Kindern großzügiger. Wo du anfängst, entscheidest du selbst, und das Tempo ebenso: Pausieren und später weitermachen ist jederzeit möglich. Du brauchst nur ein Handy, und der Rundgang durch Hiroshima ist kostenlos spielbar.

