In der Wachau, zu der Krems an der Donau gehört, drehen sich Küche und Kultur seit jeher um zwei Dinge: Wein und Marillen. Wer nach "Krems Heurigen" sucht, meint genau diese Kombination – die Weinschenken, in denen Winzer der Region ihren eigenen, meist jungen Wein zusammen mit einer kalten Brettljause ausschenken. Das Prinzip ist einfach: ein Glas Grüner Veltliner oder Riesling aus der eigenen Lage, dazu Brot, Speck und Käse, oft im Innenhof oder Garten des Winzerbetriebs.
Die Altstadt von Krems liefert dafür den perfekten Rahmen für einen Spaziergang vor oder nach dem Heurigenbesuch. Der Rundgang beginnt klassischerweise am Steinertor, dem mittelalterlichen Stadttor, das den Übergang von der Vorstadt in die historische Altstadt markiert und bis heute das Eingangsbild von Krems prägt.

Von dort führt der Weg weiter zur Gozzoburg, der mittelalterlichen Stadtburg mitten in der Altstadt, und zur Dominikanerkirche, die heute als Ausstellungshaus genutzt wird. Zwischen den engen Gassen mit ihren gotischen und renaissance-zeitlichen Fassaden lässt sich gut erahnen, wie die Kremser Bürger und Weinhändler hier über Jahrhunderte Handel trieben – die Lage an der Donau machte die Stadt schon früh zu einem Umschlagplatz für Wein aus der gesamten Wachau.
Eine ruhige Pause abseits der Hauptgassen bietet der Stadtpark, eine Grünfläche, die man auf der klassischen Route eher selten erwartet. Hier lässt sich der Rundgang kurz unterbrechen, bevor es weiter zu den Sehenswürdigkeiten der Altstadt geht.

Wer die Route zu Fuß mit einem Heurigenbesuch verbinden will, plant dafür am besten den späteren Nachmittag oder Abend ein: Die Altstadt lässt sich gut in ein, zwei Stunden erwandern, und danach bleibt Zeit für Wein und Brettljause in einer der Weinschenken der Umgebung. Eine selbstgeführte Wanderroute, die Steinertor, Gozzoburg, Dominikanerkirche und Stadtpark in der richtigen Reihenfolge verbindet, liefert dafür den roten Faden durch die Altstadt, bevor es zum Heurigen weitergeht.

